Kosten, Förderung & Vorteile

9. September 2026

4 Minuten Lesezeit

Solaranlage Förderung 2026: Diese Förderungen gibt es für Photovoltaik


Eine eigene Solaranlage produziert günstigen Solarstrom, reduziert die Abhängigkeit vom Stromanbieter und kann sich langfristig finanziell lohnen. Doch welche Förderung für Solaranlagen gibt es 2026 in Deutschland?

Die gute Nachricht: Auch 2026 profitieren Eigentümer von verschiedenen finanziellen Vorteilen. Dazu gehören insbesondere die Einspeisevergütung nach dem EEG, der 0-%-Mehrwertsteuersatz für bestimmte Photovoltaikanlagen sowie regionale Förderprogramme. Zusätzlich können zinsgünstige Kredite zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage infrage kommen.

Einen pauschalen staatlichen Zuschuss von 30 oder 40 Prozent für jede Solaranlage gibt es dagegen aktuell nicht.

Welche Förderung gibt es für eine Solaranlage?

Die Fördermöglichkeiten für Photovoltaik sind heute anders aufgebaut als noch vor einigen Jahren. Statt eines bundesweiten Zuschusses für die Anschaffung einer PV-Anlage profitieren Eigentümer vor allem von mehreren Bausteinen:

  • Einspeisevergütung für überschüssigen Solarstrom
  • 0% Mehrwertsteuer auf bestimmte Photovoltaikanlagen und Komponenten
  • regionale Förderprogramme von Bundesländern und Kommunen
  • zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeiten
  • steuerliche Vorteile unter bestimmten Voraussetzungen

Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem vom Wohnort, der Größe der Anlage und der geplanten Nutzung des Solarstroms ab.

Einspeisevergütung für Photovoltaik

Eine der wichtigsten staatlichen Förderungen für Solaranlagen ist die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert, als ein Haushalt selbst verbraucht, kann der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dafür erhält man über einen gesetzlich festgelegten Zeitraum eine Vergütung.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

Die Höhe der Vergütung hängt unter anderem von der Leistung der Photovoltaikanlage und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab.

Für Anlagen auf Gebäuden mit Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 gelten bei Teileinspeisung aktuell folgende Vergütungssätze:

  • bis 10 kWp: 7,70 Cent/kWh
  • bis 40 kWp: 6,66 Cent/kWh
  • bis 100 kWp: 5,44 Cent/kWh

Bei Volleinspeisung gelten höhere Vergütungssätze.

Die Einspeisevergütung ist damit ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Noch interessanter ist für viele Haushalte jedoch der direkte Verbrauch des selbst erzeugten Solarstroms: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde muss nicht zum regulären Strompreis aus dem Netz bezogen werden.

0% Mehrwertsteuer für Photovoltaikanlagen

Ein weiterer finanzieller Vorteil ist der 0-%-Mehrwertsteuersatz für Photovoltaikanlagen.

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Photovoltaikmodule, wesentliche Komponenten und Batteriespeicher mit 0% Umsatzsteuer gekauft und installiert werden. Für viele typische Anlagen auf Wohngebäuden ist die Regelung besonders relevant.

Dadurch entfällt die ansonsten übliche Mehrwertsteuer von 19% auf die begünstigten Leistungen.

Wichtig: Die Voraussetzungen sollten vor dem Kauf geprüft werden, da der Nullsteuersatz nicht automatisch für jede denkbare Photovoltaikanlage und jede Leistung gilt. Bei Aira sind die Voraussetzungen für alle Anlagen erfüllt.

Förderung für Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage deutlich erhöhen. Eine bundesweit einheitliche BAFA-Förderung von 30% für Batteriespeicher gibt es 2026 allerdings nicht.

Ob man für einen Stromspeicher einen Zuschuss erhalten können, hängt insbesondere von regionalen Förderprogrammen ab. Einige Bundesländer, Städte und Kommunen fördern Photovoltaikanlagen oder Batteriespeicher zeitweise mit eigenen Programmen.

Gibt es eine BAFA-Förderung für Photovoltaik?

Für eine normale Photovoltaikanlage gibt es aktuell keinen allgemeinen BAFA-Zuschuss.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und damit verbundene Förderprogramme von KfW und BAFA betreffen vor allem Maßnahmen zur Energieeffizienz und Wärmeversorgung. Eine reine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung wird darüber nicht pauschal bezuschusst.

Wer nach einer BAFA-Förderung für eine Solaranlage sucht, sollte deshalb genau prüfen, welches konkrete Förderprogramm gemeint ist.

KfW-Förderung für Photovoltaik

Auch bei der KfW ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Eine allgemeine KfW-Förderung in Form eines Zuschusses von 30 oder 40% der Kosten einer Photovoltaikanlage gibt es aktuell nicht.

Für die Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien kann insbesondere der KfW-Kredit „Erneuerbare Energien – Standard“ (270) relevant sein. Damit können unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher finanziert werden.

Die konkreten Konditionen hängen von der jeweiligen Finanzierung und den aktuellen Förderbedingungen ab.

Förderung beantragen: Was ist wichtig?

Wer eine Förderung nutzen möchte, sollte sich vor der Beauftragung und vor dem Beginn der Maßnahme über die jeweiligen Förderbedingungen informieren.

Je nach Programm kann es erforderlich sein, den Förderantrag vor der Auftragserteilung oder vor Beginn der Installation zu stellen.

Ein sinnvoller Ablauf ist daher:

  1. Fördermöglichkeiten am Wohnort prüfen
  2. Voraussetzungen des jeweiligen Programms prüfen
  3. Angebote für die Photovoltaikanlage einholen
  4. Förderantrag stellen, sofern erforderlich
  5. Erst anschließend die Maßnahme beauftragen bzw. umsetzen

Nicht jedes Förderprogramm lässt sich miteinander kombinieren. Deshalb sollte vor der Antragstellung geprüft werden, welche Förderungen gleichzeitig genutzt werden können.

Lohnt sich eine Solaranlage 2026 auch ohne hohen Zuschuss?

Ja, denn die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage hängt nicht allein von einem staatlichen Zuschuss ab.

Entscheidend sind vor allem die Kosten der Anlage, der eigene Stromverbrauch, die Größe der PV-Anlage, die Dachausrichtung, der Eigenverbrauch und gegebenenfalls die Größe eines Batteriespeichers.

Besonders interessant ist der selbst verbrauchte Solarstrom: Je mehr Solarstrom direkt im eigenen Haushalt genutzt werden kann, desto weniger Strom muss zu den aktuellen Strompreisen aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.

Die Einspeisevergütung schafft zusätzlich Einnahmen für den Solarstrom, der nicht selbst verbraucht wird.

Eine pauschale Aussage zur Amortisationszeit – beispielsweise „jede Solaranlage rechnet sich nach 8 bis 12 Jahren“ – ist deshalb nicht seriös. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit muss individuell berechnet werden.

Welche Förderung ist für meine Solaranlage möglich?

Die passende Förderung hängt von der persönlichen Situation ab. Relevant sind beispielsweise:

  • Wo befindet sich die Immobilie?
  • Wie groß soll die Photovoltaikanlage werden?
  • Ist ein Batteriespeicher geplant?
  • Wie hoch ist der jährliche Stromverbrauch?
  • Wie viel Solarstrom können Sie selbst nutzen?

Wenn du wissen möchtest, welche Solaranlage zu deinem Haus passt und wie sich die Investition wirtschaftlich auswirken kann, dann prüfe deine individuelle Situation und Gegebenheiten mit uns.

Eine konkrete Berechnung zeigt dir besser als ein pauschaler Förderbetrag, welche Anlagengröße, welcher Speicher und welches Konzept für dein Haushalt sinnvoll ist.

Fazit: Solaranlage Förderung 2026

Eine pauschale staatliche Förderung von 30 oder 40% für Photovoltaikanlagen gibt es 2026 nicht. Trotzdem bestehen attraktive finanzielle Vorteile für Eigentümer.

Dazu gehören insbesondere die EEG-Einspeisevergütung, der 0-%-Mehrwertsteuersatz unter den gesetzlichen Voraussetzungen, mögliche regionale Förderprogramme und verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung.

Wer eine Solaranlage plant, sollte deshalb nicht nur nach einem möglichst hohen Zuschuss suchen. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Anschaffungskosten, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und möglicher Förderung.

Jetzt Solaranlage planen

Du möchtest wissen, ob sich eine Photovoltaikanlage für dein Zuhause lohnt? Lass deine Möglichkeiten individuell prüfen und erhalte eine auf dein Bedarf abgestimmte Empfehlung.


Um welche Art von Haus handelt es sich?

Verwandte Artikel

Wärmepumpen-Förderung: Geld sparen beim Heizen mit erneuerbaren Energien

Kosten, Förderung & Vorteile

13. Juli 2026

Wärmepumpen-Förderung: Geld sparen beim Heizen mit erneuerbaren Energien

Wenn du deine alte Heizung durch eine zukunftssichere Wärmepumpe ersetzen möchtest, stehen dir unterschiedliche Arten von Förderungen und steuerlicher Begünstigungen zur Verfügung. Im folgenden Artikel erklären wir, wie du dir finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung deiner Wärmepumpe sichern kannst.

Gasheizung austauschen: Was kostet das wirklich?

Kosten, Förderung & Vorteile

13. Juli 2026

Gasheizung austauschen: Was kostet das wirklich?

Gasheizung austauschen: Was kostet eine neue Anlage – und was eine Wärmepumpe? Alle Kosten im Überblick, inklusive KfW-Förderung bis 80%.

Heizungsförderung: Die neuen Konditionen im Überblick – mit Rechenbeispielen

Kosten, Förderung & Vorteile

9. Juli 2026

Heizungsförderung: Die neuen Konditionen im Überblick – mit Rechenbeispielen

Die Heizungsförderung wird reformiert. Die wichtigsten Punkte: Die förderfähigen Kosten sinken einmalig von 30.000€ auf 28.000€, der Klimageschwindigkeitsbonus wird von 20% auf 16% reduziert – und Haushalte mit kleinerem Einkommen bekommen erstmals mehr.

Wärmepumpe Doppelhaushälfte: Was kostet der Einbau 2026 – und wann lohnt er sich?

Kosten, Förderung & Vorteile

26. Apr. 2026

Wärmepumpe Doppelhaushälfte: Was kostet der Einbau 2026 – und wann lohnt er sich?

Doppelhaushälften zählen zu den beliebtesten Wohnformen in Deutschland. Sie verbinden den Komfort eines Eigenheims mit einer effizienten Flächennutzung und befinden sich oft in gewachsenen Wohngebieten mit direkter Nachbarschaft. Doch genau diese Nähe stellt besondere Anforderungen an die Heizungsmodernisierung. Wie lässt sich eine Wärmepumpe installieren, wenn nur eine Außenwand frei ist, Leitungen an der Trennwand verlaufen oder Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind? Die gute Nachricht: Mit der richtigen Planung funktioniert das in den meisten Fällen problemlos.

Warum Tarifflexibilität entscheidend für Wärmepumpen-Einsparungen ist

Kosten, Förderung & Vorteile

17. Feb. 2026

Warum Tarifflexibilität entscheidend für Wärmepumpen-Einsparungen ist

Wärmepumpen-Einsparungen hängen nicht nur von der Technologie oder deinem Heizbedarf ab. Auch dein Tarif spielt eine entscheidende Rolle. Während sich Energiepreise ändern und neue Produkte auf den Markt kommen, wird Flexibilität essenziell. Erfahre, warum ein System, das gegen jeden Tarif optimiert, deine Einsparungen langfristig schützt.

CO₂-Preis in Deutschland: Wie Verbraucher heute und morgen betroffen sind

Kosten, Förderung & Vorteile

14. Jan. 2026

CO₂-Preis in Deutschland: Wie Verbraucher heute und morgen betroffen sind

Der CO₂-Preis ist ein zentrales Instrument der deutschen und europäischen Klimapolitik, um den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu reduzieren und den Umbau unseres Energiesystems voranzutreiben. Wie sich dieser auf Verbraucher in Deutschland auswirkt – insbesondere im Kontext fossiler Heizsysteme wie Gas und Öl – und welche Bedeutung der verschobene Start des europäischen Emissionshandels 2028 hat, beleuchten wir in diesem Artikel.